Auf Einladung des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit (HMAFG) fand am 9. Februar die Auftaktveranstaltung für das ESF-Programm „Förderung der Kinderbetreuung an hessischen Hochschulen“ in der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) statt.
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Hessischen Hochschulen waren der Einladung gefolgt, um Informationen zur Zielsetzung des Programms und den Möglichkeiten der Förderung zu erhalten.
Frau Ministerialdirigentin Cornelia Lange, Leiterin der Abteilung Familie im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, begrüßte die Anwesenden und informierte über die Zielsetzung des Programms. Ergebnisse einschlägiger Studien zu der Situation von Studierenden und Beschäftigten an Hochschulen seien in die nun vorliegenden Fördergrundsätze eingeflossen.
Sie hob die besondere Bedeutung des Ziels der Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Studium/Beruf für die Hessische Landesregierung hervor. Ziel sei es insbesondere, Leitbilder und konkrete Arbeitsstrukturen zu entwickeln und in das tägliche Leben der Hochschulen so zu implementieren, dass Studium, Lehre, Forschung, Dienstleistung und Verwaltung nach ihren jeweiligen Ansprüchen und Standards funktionieren und zugleich mit Familie sowie der Wahrnehmung elterlicher Aufgaben vereinbar werden.
Von Seiten des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit, Herrn Albert Roloff (Verwaltungsbehörde des ESF) sowie Herrn Uwe Solinger (Programmverantwortlicher für die Förderung der Kinderbetreuung an Hessischen Hochschulen) wurde im Weiteren über die Fördermöglichkeiten informiert.
Ziel ist der Ausbau bestehender Angebote an Hessischen Hochschulen und der transnationale Erfahrungsaustausch. Insbesondere sollen Maßnahmen und Projekte gefördert werden, die sich in der Betreuung an unter Dreijährige richten. Dabei muss es sich um zusätzliche Maßnahmen handeln, die einen engen sachlichen und räumlichen Bezug zur Hochschule haben.
Gefördert werden modellhafte, nachhaltige Projekte, die im Rahmen der Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium und Familie sowie Beruf und Familie auch eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung zum Ziel haben.
Für den investiven Bereich der Kinderbetreuung an Hessischen Hochschulen können Mittel im Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beantragt werden.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltungen informierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe Arbeitsmarkt/ESF Consult Hessen der WiBank sowohl über das Verfahren der Antragstellung, die Rahmenrichtlinie für den ESF Hessen als auch über die bei ESF-Projekten geforderte Beachtung der Querschnittsziele „Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen und Männern“, „Nachhaltigkeit“ und „Transnationalität“.