Hintergrundbericht
Das Projekt "IUBA - Internationale Unternehmen bilden aus" läuft schon seit mehr als neun Jahren sehr erfolgreich und wurde bis zum Jahresende 2010 in drei Phasen von den Projektpartnern Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern und Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik (INBAS GmbH) begleitet.
Anfang des Jahres 2011 ist die vierte Phase in einer neuen Konstellation mit der HWK Frankfurt- Rhein- Main als federführendem Projektpartner, mit der IHK Frankfurt am Main sowie der INBAS GmbH gestartet. Das Projekt wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds gefördert.
Das Modellprojekt IUBA- Phase IV
Ziel des bis Ende des Jahres 2012 laufenden IUBA – Projektes Phase IV ist die Anknüpfung an den Erfolg des bisherigen IUBA- Projektes und gerade gezielte Akquise auch von Handwerksbetrieben, deren Inhaber nicht deutscher Herkunft sind bzw. einen Migrationshintergrund haben und bisher nicht bzw. in den letzten 3 Jahren nicht mehr ausgebildet haben.
Diese Betriebsinhaber werden über das duale Ausbildungssystem und ihre Möglichkeiten im eigenen Betrieb auszubilden informiert und beraten. So sollen bei diesen Betriebsinhabern die Ausbildungsbereitschaft erhöht, diese Betriebe langfristig als Ausbildungsbetriebe gewonnen, und die Zahl der Ausbildungsplätze in Hessen besonders für die Jugendlichen mit Migrationshintergrund weiter erhöht werden.
Erstmals ausbildende Betriebe sollen durch weitere Serviceangebote der beiden Kammern entlastet werden. Diese Betriebe und Jugendlichen sollen z. B. durch Nutzung betrieblicher Praktika als Berufsausbildungsvorbereitung langsam an Ausbildung herangeführt werden. Durch Beratung und Unterstützung sowie Motivation der beiden Zielgruppen sollen diese zur Abschluss-, Gesellen-, Meister oder AdA-Prüfung hingeführt und dadurch ihre Zukunftsperspektiven verbessert werden.
Aufteilung zwischen HWK Frankfurt-Rhein-Main, IHK- Frankfurt und Inbas GmbH
Die vorrangige Aufgabe der beiden Berater ist die Akquise von weiteren zusätzlichen Ausbildungsplätzen sowie Plätzen für Einstiegsqualifizierungen.
Durch Begleitung des Betriebes und des Auszubildenden zu Beginn und während der Ausbildung sollen die gewonnenen Ausbildungsstellen langfristig gesichert sowie Abbrüche während der Ausbildung vermieden werden. Zu den weiteren Aufgaben der beiden Berater zählt auch die Durchführung von zielgruppenorienterten Veranstaltungen für Jugendliche und ihre Eltern mit Migrationshintergrund sowie für Betriebsinhaber mit Migrationshinter-grund.
Sie werden die regionale Netzwerkarbeit durch Einbinden von Vorbildern, Multiplikatoren sowie Mentoren weiter ausbauen sowie bestehende Netzwerke pflegen. Auch die Fortführung und die Weiterentwicklung der IUBA - Konzepte sollen gewährleistet werden. Inbas ist in dieser Projektphase für die Pflege von IUBA Webseite zuständig.