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Tagung "Qualität in der Vielfalt - die Hessenweite Strategie OloV"

Hessischer Ministerpräsident Roland Koch

"Qualität in der Vielfalt - die hessenweite Strategie OloV" - unter diesem Motto tagten in Frankfurt rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ministerien, Kommunen, Arbeitsverwaltung, Berufsverbänden, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften, Betrieben, Bildungsträgern, Schulen und der Wissenschaft. Anlass der bundesweiten Tagung war die Präsentation der Ergebnisse der hessenweiten Stratgie OloV. OloV steht für "Optimierung lokaler Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen" und ist die landesweite Strategie aller Partner des hessischen Ausbildungspaktes.

Ministerpräsident Roland Koch eröffnete die Tagung und lobte den Einsatz und die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Übergang Schule - Beruf: "Es ist in Hessen als erstem Bundesland gelungen, eine Steigerung der Qualität der Maßnahmen und der Zusammenarbeit im Übergang von der Schule in den Beruf flächendeckend zu erreichen. Ich meine, dass dieser Erfolg auch Anstöße für andere Bundesländer geben kann."

"Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ändert sich, der demografische Wandel macht sich bereits in einigen Branchen bemerkbar, die Mühe haben, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Unsere Anstrengungen zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses dürfen nicht nachlassen. Deshalb wird die Hessische Landesregierung OloV bis Ende 2013 fördern mit dem Ziel, bis dahin nachhaltige Strukturen geschaffen zu haben", so Ministerpräsident Koch.

Dieter Wolf (Hessisches Kultusministerium), Wolfang Forell (Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit), Bernd Ehinger (Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern) und Axel Henkel (Abteilungsleiter im Hessischen Wirtschaftsministerium) erklärten in der Podiumsdiskussion am Vormittag, dass es wichtig sei, die vielen Aktivitäten auf dem Ausbildungsmarkt in einer gemeinsamen Strategie zu bündeln und zu koordinieren.

Sie knüpften damit an Herrn Ministerpräsidenten Koch an, der in seiner Eröffnungsrede sagte: "Unverbundenes Handeln führt zu Intransparenz, kostet Geld und Energien. Deshalb will OloV eine sortierte Vielfalt, die von Modellen zur Struktur hinführt und Doppelarbeit abbaut."

rund 450 TeilnehmerInnen

 

Die hessenweite Strategie mit Modellcharakter

OloV ist ein zentraler Bestandteil des Hessischen Paktes für Ausbildung. Dessen Partner - die Hessische Landesregierung, die Arbeitsgemeinschaft Hessischer IHKs, die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, der Verband Freier Berufe in Hessen, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit und die Kommunen - haben sich zum Ziel gesetzt, den Übergang von der Schule in den Beruf insgesamt so zu gestalten, dass junge Menschen möglichst zügig und passgenau in eine berufliche Ausbildung vermittelt werden können.

In den letzten zwei Jahren haben Fachleute in allen hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten engagiert daran gearbeitet, die Qualität der Berufsorientierung und der Ausbildungsvermittlung zu verbessern. Die Ergebnisse wurden auf der Tagung vorgestellt.

Dr. Joachim Gerd Ulrich vom Bundesinstitut für Berufsbildung und Kornelia Haugg vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zeigten die gesellschaftliche Bedeutung der beruflichen Bildung auf und wiesen darauf hin, dass Jugendliche ohne Ausbildungsabschluss eine gesellschaftliche Herausforderung seien.

In drei Foren wurden Fachvorträge zu den Themen "Berufsorientierung und Ausbildungsberufe", "Wie soll der Übergang von Schule in den Beruf gestaltet werden?" und "OloV in der regionalen Umsetzung" angeboten.

OloV wird koordiniert vom Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik - INBAS GmbH - in Offenbach. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Hessischen Wirtschaftsministeriums, des Hessischen Kultusministeriums und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds.