In der Justizvollzugsanstalt Rockenberg fand am 11. März die Kick-off-Veranstaltung eines Projektes statt, das sich die Entwicklung eines Verfahrens für eine gezielte und übergreifende Förderplanung für jugendliche Inhaftierte zum Ziel gesetzt hat.
Das Berufsbildungswerk Nordhessen (BBW) wird in Zusammenarbeit mit der JVA Rockenberg ein Förderkonzept erarbeiten, das den nahtlosen Übergang der Jugendlichen aus der Haft in entsprechende Maßnahmen ermöglichen und auch Hinweise auf einen möglichen Reha-Bedarf aufdecken soll.
Dazu werden in der Haftanstalt passende Qualifizierungsmodule, beispielsweise in der Holztechnik, Metalltechnik und Ernährung/Gastronomie entwickelt und umgesetzt.
Es soll außerdem eine Arbeitsmarktkonferenz etabliert werden, in der alle Beteiligten (Übergangsmanagement, JVA-Sozialdienst, Reha-Berater, persönlicher Ansprechpartner Arge) mit dem Inhaftierten die beruflichen Reha-Maßnahmen verbindlich planen.Die Kick-off-Veranstaltung wurde von den Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern des BBW Nordhessen sowie der JVA Rockenberg gestaltet.
Der Leiter der Verwaltungsbehörde des ESF Hessen, Herr Albert Roloff, die Verantwortlichen des Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, Herr Dr. Roos, Frau Eicke, Herr Weilbächer, ein Vertreter der Regionaldirektion für Arbeit nahmen ebenso teil wie die Leitung der Justizvollzugsanstalt sowie Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.
Die Projektmitarbeiterin des BBW Nordhessen, Frau Barbara Hoffmann, stellte das Projektkonzept mit den Meilensteinen vor. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Vereinbarung der Lenkungsgruppe über die weitere Zusammenarbeit.
Das Projekt wird in der Zeit vom 01. Januar 2010 bis 30. Juni 2012 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln gefördert.